Kleintiere

Mit dem Begriff Kleintiere werden heute die kleinen Haus- und auch Heimtiere bezeichnet, welche vom Menschen nicht als wirtschaftliche Nutztiere gehalten werden, sondern als Gefährten in das tägliche Leben einbezogen sind. Zu den Kleintieren gehören: Haushunde, Hauskatzen, Hauskaninchen sowie die domestizierten Formen vieler Nager wie Meerschweinchen, Mäuse, Ratten, Hamster usw. Ferner werden domestizierte Vogelarten, Reptilien und zum Teil auch Fische zu den Kleintieren gezählt. Diese Tierarten unterscheiden sich hinsichtlich ihrer Lebensgewohnheiten und Haltungsanforderungen teilweise grundlegend.

Kaninchen

Unter Hauskaninchen versteht man die domestizierte Form des (europäischen) Wildkaninchens. Hauskaninchen werden als Nutztiere zur Fleischproduktion und zur Pelzproduktion sowie auch als Heimtiere gehalten. Für letzteres eignen sich vor allem die Zwergrassen. (Mehr Informationen: hier)

Ernährung: Kaninchen sind reine Pflanzenfresser und brauchen somit eine entsprechende Ernährung. Der Verdauungsapparat ist für die Verwertung von Gräsern konzipiert. Die Futterzusammensetzung sollte dem in freier Natur vorhandenen Angebot an Nahrung ähneln und mind. 16 % Rohfaser enthalten. Zwergkaninchen kann man mit Frischfutter und Heu ausreichend ernähren. Bei größeren Tiere ist die zusätzliche Gabe eines Kaninchenfutters wie pelletierten Alleinfuttermittels und/oder eines Strukturfutters (mit viel Eiweiß bzw. Rohfaser und wenig Stärke) zu empfehlen. Auch können geeignete Küchen- und Gartenabfälle, sowie selbst angebaute Futterpflanzen (z. B.: Mais, Rüben, Klee, usw.) für die Kaninchenernährung verwendet werden.

Aber grundlegender Nahrungsbestandteil von Kaninchen ist und bleibt Heu und Wasser. Das Heu aus jungen Pflanzen enthält dabei viel Eiweiß und auch Nährstoffe, das Heu aus älteren Pflanzen viel Rohfaser. Zudem sollte das Heu einen Anteil an Wiesenkräutern haben.

Meerschweinchen

Die Meerschweinchen (Caviidae) gehören der Ordnung der Nagetiere an. Die Familie der Meerschweinchen setzt sich wiederum aus drei stark unterschiedlichen Unterfamilien zusammen: den eigentlichen Meer- schweinchen (mit dem in Europa bekannten Hausmeerschweinchen), den Pampashasen und den so genannten Hydrochoerinae. Zu letzteren gehört mit dem Capybara (Wasserschwein) das größte lebende Nagetier der Welt. (Mehr Informationen: hier)

Ernährung: Meerschweinchen sind Pflanzenfresser. Je nach Art und Lebensraum nehmen sie sehr unter- schiedliche Pflanzen bzw. Pflanzenteile zu sich, z.B.: Früchte, Gräser oder auch Samen.

Mäuse

Die Hausmaus (Mus musculus) ist eine kleine Art der Langschwanzmäuse (gehört zu den Altweltmäusen) und ist somit ein Nagetier. Die Maus kommt in nahezu allen Ländern der Welt vor und lebt oft in unmittelbarer Nähe oder sogar mit dem Menschen zusammen. Verschiedene Zuchtlinien der Hausmaus sind als Labormaus seit mehreren Jahrzehnten für Tierversuche im Einsatz. (Mehr Informationen: hier)

Ernährung: Hausmäuse sind Allesfresser: Sie nehmen zwar überwiegend pflanzliche Nahrung zu sich (z.B.: Samen von Gräsern, Nüsse, Wurzeln, usw.), nutzen aber auch erbeutete Insekten zu ihrer Ernährung.

Ratten

Die Ratten (Rattus) bilden eine Gattung in der Unterfamilie der Altweltmäuse, innerhalb der Familie der Langschwanzmäuse. Ratten gehören somit den Nagetieren (Rodentia) an. (Mehr Informationen: hier)

Ernährung: Ratten sind absolute Überlebens- und Anpassungkünstler. Ratten wie die Reisratte oder die Bambusratte haben ihre Namen erhalten, weil sie sich nahezu ausschließlich von Reis bzw. von Bambus ernähren. Die Ratten sind aber keine echten Allesfressern. In Notzeiten können sie sich zwar von allem möglichen ernähren und fressen tierische Kost wie z.B. Würmer und Insekte, wenn sie aber die Wahl haben, bevorzugen Ratten vegetarische Kost. Vor allem in der Nähe des Menschen (Vorratshaltung und Abfälle) finden Ratten geeignete Nahrung. Ihren Bedarf an Eiweiß deckt sie durch Körnernahrung und Nüsse.

Hamster

Die Hamster (Cricetinae) bilden eine Gruppe der Mäuseartigen. Sie werden meist den Wühlern zugeordnet. Ihr Verbreitungsgebiet sind trockene bzw. halbtrockene Gebiete Europas und Asiens. In Mitteleuropa sind nur Feldhamster ansässig. Fossil sind Hamster aus dem nördlichen Afrika und aus Eurasien bekannt. Die meisten Arten der Hamster sind nicht gefährdet. Eine Ausnahme ist der Syrische Goldhamster, der als Versuchs- und Heimtier populär ist. (Mehr Informationen: hier)

Ernährung: demnächst mehr…

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